Viel los bei der Stadtfeuerwehr Netphen – tägliche Aktualisierung

Viel los war in den letzten Wochen bei der Stadtfeuerwehr Netphen. Deswegen werden wir in den nächsten Tagen ein paar Berichte nachreichen.
Wir fangen am Samstag den 16.06. an. Um 07:30 Uhr alarmierten die digitalen Meldeempfänger die Mannschaft des Meldekopfes zu einem Bombenfund in Dreis-Tiefenbach. Schnell wurde die Kreiseinsatzleitung inklusive ELW 2 des Kreises Siegen-Wittgenstein, sowie die Bezirksregierung Arnsberg nachalarmiert.
Die Meldung hörte sich dramatischer an, als sie in Wirklichkeit war. Denn die Alarmierung erfolgte aufgrund einer vorgeplanten Übung. Es galt diese Lage realitätsnah in der Einsatzleitung abzuarbeiten und das Zusammenspiel der Kreiseinsatzleitung mit dem Netpher Meldekopf auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Ansprechpartner der Stadt Siegen, der Kreispolizeibehörde und des Kampfmittelräumdienstes sind durch Kameraden aus der Stadtfeuerwehr Netphen realitätsnah simuliert worden.
Nach dem Eintreffen sämtlicher Einheiten erfolgte nach der Begrüßung eine erste Lageeinweisung, bei der auch der Evakuierungsradius von 1800 Metern festgelegt wurde. Die Aufgabe der Übungsteilnehmer war es nun, ein Konzept zur Evakuierung und Unterbringung, bzw. Betreuung von den circa 18.000 betroffenen Einwohnern, zu entwickeln. Doch nicht nur Einwohner wären im Ernstfall von einer Evakuierung betroffen gewesen, denn in diesem Radius liegen beispielsweise auch zahlreiche Industriebetriebe, Einkaufszentren, Alten- und Pflegeheime, die Universität und ein Krankenhaus.
Der Übungsort war ausschließlich das Gerätehaus Netphen, die Kreiseinsatzleitung nahm in einer Fahrzeughalle und mit dem ELW 2 auf dem Hof Stellung. Neben diesem großen Einsatzleitwagen bezog die Bezirksregierung Arnsberg mit ihrem ELW 1 Stellung. Die Netpher Kräfte arbeiteten ihre Aufgaben aus ihrem speziell für die Einsatzleitung von Großschadens- und Flächenlagen eingerichteten Raum, den Meldekopf, ab.
Gegen 12:30 Uhr konnte die Übung mit einer direkten Nachbesprechung beendet und reflektiert werden. Zum Abschluss nahmen die circa 45 Übungsteilnehmer ein gemeinsames Mittagesessen ein, welches von der Verpflegungsgruppe der Feuerwehr Netphen gereicht wurde. Neben den Übungsteilnehmern aus der Stadt Netphen, dem ganzen Kreis Siegen und von der Bezirksregierung Arnsberg, informierte sich auch der Netpher Bürgermeister Paul Wagener vor Ort über das Übungsgeschehen.
Zwei Wochen nach der Übung konnte die Kreiseinsatzleitung ihr Können bei einem Großbrand in Bönen (Kreis Unna) im Rahmen der Überörtlichen Hilfe unter Beweis stellen.

Weiter geht’s mit den Berichten der vergangenen Wochen.

Eine Woche nach der Stabsrahmenübung in Netphen standen am Samstag, den 23. Juni, wieder zahlreiche Termine für die Stadtfeuerwehr Netphen an. So trafen sich an diesem Tag die Jugendwarte aus allen Einheiten der Stadtfeuerwehr Netphen in Nenkersdorf um gemeinsam zu wandern, einen schönen Tag zu verbringen und um Pläne für gemeinsame Aktionen der verschiedenen Jugendfeuerwehren zu schmieden.

Weitere Kameraden der Stadtfeuerwehr Netphen vertieften oder teilten ihr Wissen als Lehrgangsteilnehmer bzw. Ausbilder bei diversen Lehrgängen. An diesem Samstag fanden Ausbildungen auf Kreisebene im Rahmen des Truppführerlehrgangs in Siegen und des Maschinistenlehrgangs in Netphen Deuz statt.

Im oberen Johannland fand zusätzlich eine spezielle Atemschutzausbildung im Gerätehaus der Löschgruppe Irmgarteichen statt. Neben der gastgebenden Einheit nahmen auch Kameraden aus der Löschgruppe Hainchen an diesem Übungsdienst teil.
Die beiden Ausbilder des Löschzuges Netphen hatten an diesem Samstag ihr besonderes Augenmerk auf die Rettung von verunglückten Atemschutzgeräteträgern gelegt. Daher stellten sie zu Beginn der Übung die Atemschutznotfalltasche vor, welche zur Ausrüstung eines Sicherheitstrupps gehört. Dieser Trupp ist in einem Atemschutzeinsatz unbedingt notwendig und in der Feuerwehr Dienstvorschrift (FwDV) 7 vorgeschrieben. Bei einem Atemschutzunfall, der hoffentlich niemals vorkommt, bringen sie mit dieser Tasche unter anderem eine Flasche mit Atemluft, ein Rettungstuch, diverse Bandschlingen und eine Fluchthaube mit, um den verletzten Kameraden zu retten.
Damit die Kameraden bei einem Atemschutznotfall ruhig bleiben und sich mit ihren Händen in der Dunkelheit sich zurechtfinden können, sind ohne Sicht mehrere Geschicklichkeitsübungen durchgeführt worden. Dabei ist das An- und Abschließen eines Lungenautomaten von einem Atemschutzgerät geübt worden.
Zum Abschluss des Übungsdienstes fanden realitätsnahe Einsatzübungen statt, bei denen – zufälligerweise – der vorgehende Angriffstrupp „verunglückte“ und gerettet werden musste. Die Kameraden haben die ihnen gestellten Aufgaben mit Bravour gemeistert und dabei festgestellt, dass solch eine Lage nicht ohne die große dargelegte Disziplin, der vielen Arbeit und dem hohen Ausbildungsstand aller Einsatzkräfte abzuarbeiten ist.

Deutsche Mountaikbike Meisterschaft der Feuerwehr

Am 24.06.2018 fand die achte Deutsche Feuerwehr Mountainbike Meisterschaft in Simmerath-Einruhr statt. Die Feuerwehrmeisterschaft wird im Rahmen des Mountainbike Marathons am Rursee durchgeführt. Dieses Jahr nahmen rund 850 Teilnehmer an den Disziplinen Marathon, Halbmarathon, Kurzstrecke und Jedermannrennen teil. Noch viel mehr Zuschauer verfolgten bei bestem Wetter das Rennen, welches viele anspruchsvolle und abwechslungsreiche Anstiege und Abfahrten für die Fahrer bereithielt.

Im Rahmen der Deutschen Feuerwehrmeisterschaft nahm die Kameradin Friederike Steuber mit ihrem Freund Bastian Seiffert als Team des Löschzuges Netphen an der Disziplin Kurzstrecke teil. Bei dieser Disziplin mussten 1000 Höhenmeter absolviert werden, die sich auf eine Distanz von 40 km verteilten. Über die gleiche Distanz, jedoch in der Klasse Senioren 3, nahm der Kamerad Ulf Neidhardt aus der Löschgruppe Unglinghausen teil.

Während Bastian Seiffert sein Potential aufgrund von Knieproblemen nicht ausfahren konnte und nur neunter wurde, fanden sich die anderen beiden Netpher auf den vorderen Plätzen wieder. Ulf Neidhardt wurde in seiner Klasse zweiter.

Doch das war nicht die beste Platzierung für unsere Feuerwehr. Denn Friederike holte in ihrer Klasse den Titel der Deutschen Meisterin im Mountainbike der deutschen Feuerwehr nach Netphen!

An dieser Stelle gratulieren wir den Kameraden nochmals zu ihren hervorragenden Ergebnissen!

(MR)