Einsatz 89 war besonders „tierisch“:

Wir wurden heute Nachmittag mit dem Einsatzstichwort „TH1 Tierrettung“ in den Nachbarort Herzhausen alarmiert.

In dem Sickerbecken eines an der ehemaligen Kreisabfalldeponie befindlichen Klärwerkes hatte eine Entenmama mit Ihrer 12-köpfige Kinderschar Schwimmunterricht genommen.
Allerdings hat Mama Ente vergessen, dass der Nachwuchs wohl noch keine Flugstunden hatte. So war das Verlassen des Beckens über den knapp drei Meter hohen Betonrand für den Nachwuchs leider nicht mehr möglich.

Mit Feuerwehr-Schlauchboot und Kescher bewaffnet sind wir daher losgepaddelt, um die gefiederten Freunde sicher wieder ans Ufer zu befördern. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen… immerhin sind die Kleinen doch schneller geschwommen, wie wir paddeln konnten. Der Schwimmunterricht des Entennachwuchses konnte also durchaus als Erfolg gewertet werden, das „Seepferdchen“ wurde – auch aufgrund der Taucheinlagen des Ferderviehs – mit Bravour gemeistert.

Mama Ente hat in der Zwischenzeit die ganze Aktion etwas skeptisch aus sicherer Entfernung beobachtet.

Nachdem alle Enten gefangen waren haben wir uns – trotz Wochenende und Grillwetter – dazu entschlossen, die Kleinen wieder der Mama zu übergeben. Mit lautem Geschnatter hat die Familie danach das Weite gesucht.

Fazit des Einsatzes: Ente gut, alles gut!